Gesundheitszentrum für Mütter und Kinder in Planung

Anlässlich des Besuchs von Pater Marian Schwark in Hamminkeln wurde ein neues Projekt ins Auge gefasst: Die Sanierung der kleinen Krankenstation in Hanyigba-Duga. Vorgesehen ist der Bau eines kleinen Zentrums, das zunächst der Bevölkerung von Hanyigba-Duga und Hanyigba-Todzi aber auch der umliegenden Dörfer dienen soll. Das Modell zeigt den Neubau der Station.

Der kleine Ort liegt an der Grenze von Togo nach Ghana. Die medizinische Einrichtung wurde 1999 gegründet. Zunächst wurden Verletzte behandelt, die auf dem Gelände der dortigen landwirtschaftlichen Genossenschaft tätig sind. Zug um Zug wurde das Spektrum der Hilfeleistungen ausgeweitet und einheimisches Personal ausgebildet. Das Gebäude entspricht längst nicht mehr den Anforderungen, berichtete Pater Marian bei seinem Deutschland-Besuch. Wurden im ganzen Jahr 2010 rund 100 Behandlungen registriert, sind es allein im ersten Halbjahr 2011 schon 76. „Die Station hat weder fließendes Wasser noch irgendeine andere sanitäre Einrichtung", so der Pater vom Steyler Missionsorden. „Es gibt gerade mal vier Räume ohne Elektrizität und Fenster mit Holzläden. Am Abend sind die Räume voller Moskitos. In der Trockenzeit bekommt die ganze Einrichtung den roten Staub ab, der von den Autos aufgewirbelt wird, welche über eine Piste das Dorf passieren."

Und weiter berichtete Pater Marian: "Die Einrichtung insgesamt ist äußerst notdürftig: Es gibt nur eine alte Matratze für Kranke, sowie einen Tisch mit einer Plastikdecke für Entbindungen. Die Apotheke hat nichts außer einigen Tabletten Aspirin, Paracetamol und Verbandszeug als erste Hilfe für Kranke, die dorthin kommen. Das Dach ist undicht und muss erneuert werden."

Die neu ausgerüstete Gesundheitseinrichtung könnte der gesamten Bevölkerung dienen. Diese umfasst ungefähr 11.000 Personen; mit den umliegenden Dörfern kommen noch einmal ebenso viele Menschen hinzu. In der Nähe der Krankenstation befinden sich 2 Grundschulen und 1 Realschule. Auch die Schüler werden von der sanierten Krankenstation profitieren.

Die Dorfgemeinschaft stellt für den Bau des Zentrums das Grundstück zur Verfügung - sowie das Personal (1 Hebamme, 1 Krankenpfleger). Das fertige Zentrum wird Vorsorge-Untersuchungen vornehmen, den Frauen bei der Geburt beistehen und die Betreuung der Neugeborenen bis 3 Jahre sicherstellen. Es soll die grundlegende Gesundheitsfürsorge für die Bevölkerung des Kantons sicherstellen. Vor allem schwangere Frauen werden davon profitieren.

Darüber hinaus will "Togo - Neuer Horizont" in Haniygba-Duga einen Fußballplatz inklusive Umkleide errichten. Die Anlage soll dazu beitragen, dass die Straßenkinder lernen, Verantwortung für andere zu übernehmen. Vielschichtige Probleme im Elternhaus – wirtschaftliche Not und Unsicherheit, Arbeitslosigkeit, Verlust der elterlichen Autorität, Streitigkeiten im Familienverband  -  auch bedingt durch Polygamie – lassen Jugendliche ohne Lebenszuversicht und Orientierung vernachlässigt zurück. Wenn dann die Straße zum Lebensraum wird, führen viele negative Einflüsse wie Drogen, Bandenbildung, Pornografie, Gewaltfilme, Misshandlung, Mittellosigkeit, Prostitution und Kriminalität zu Marginalisierung und Verlassenheit.

Das Bewusstsein der Gesellschaft für die spezifischen Probleme junger Menschen ist nicht ausgeprägt und kommt hinter den Alltagssorgen nicht zum Tragen. Staatliche und private Initiativen oder Einrichtungen sind kaum vorhanden, um Jugendlichen adäquate Angebote zu unterbreiten, die angemessene und anregende Hilfe und Betreuung, geschweige denn pädagogische Begleitung geben könnten. In der Realität sind Jugendliche oft mit sich und ihren Problemen allein gelassen. Dies trifft auf gesunde wie kranke, gefährdete wie geschädigte Jugendliche zu. Unter all diesen Vorzeichen ist das Projekt, welches Jugendlichen dient, ein Ansatz, ihren Nöten und Defiziten entgegen zu steuern. Jede Initiative für Jugendliche ist ebenso präventiv und somit positiv für die gesamte Gesellschaft wirksam.

Weitere Spender zur Unterstützung des Projekts werden dringend gesucht!

In der Kirche in Hanyigba-Duga feiern die Menschen jeden Sonntag zusammen die Heilige Messen. Pater Marian (2.v.r.) leitet die Pfarrei in Haniygba-Duga und betreut vor Ort das neue Projekt. Das alte, kleine Gebäude der Krankenstation muss dringend saniert werden.
EINWEIHUNG


Im Dezember 2008 wurde das erste Gebäude der Krankenstation in Atakpamé, das Familie-Seibt-Haus, feierlich eingeweiht. Einen Bericht und viele Bilder finden Sie hier.

PRESSESPIEGEL
So hat die örtliche Presse über die Einweihung der Krankenstation berichtet:
Rheinische Post (20.12.2008)
NRZ (28.11.2008)
DATEN & FAKTEN
Entbindungszimmer
Behandlungsraum
Apotheke
Personalräume

Mutter-/Kind-Raum

div. Nebenräume wie Büros, Personalraum, Magazin, Küche, Wäscherei usw.
HANYIGBA-DUGA

Hanyigba-Duga liegt bei Kpalimé, direkt an der Grenze nach Ghana. In dem kleinen Dorf befindet sich die Krankenstation, die dringend saniert werden muss. Die Haupterwerbsquelle der armen Bevölkerung ist der Ackerbau. Er wird von Hand betrieben, mit traditionellen Hacken und ohne Maschinen. Die Felder sind klein und liegen vor allem an den Berghängen. Angebaut werden Mais, Maniok, Ignam, Erdnüsse und Bohnen. Die geringen Ernten reichen kaum für den eigenen Bedarf.

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